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27. März 2000
Zum World Backup Day: Die Macht der eigenen Daten
Jedes Jahr erinnert der World Backup Day am 31. März daran, wie angreifbar und verletzlich selbst modernste Unternehmen sind, wenn ihre Daten nicht richtig gesichert sind. Backups gelten vielen als Versicherung gegen klassische Bedrohungen wie defekte Hardware, versehentliches Löschen oder den großen Albtraum Ransomware, der Dateien verschlüsselt und ganze Geschäftsprozesse lahmlegt.
Unternehmen benötigen Schutzmechanismen,
die jeden Manipulationsversuch im Netzwerk möglichst früh erkennen und blockieren.
Backups sind ein wichtiger Teil der Strategie
Deshalb reicht es nicht mehr, nur „irgendwelche“ Backups zu haben. Unternehmen benötigen Schutzmechanismen, die jeden Manipulationsversuch im Netzwerk möglichst früh erkennen und blockieren. „Es braucht eine gute Schutzstrategie für Unternehmen. Diese ist nicht nur für die Sicherung der Existenz wichtig, sondern erfüllt in vielen Fällen auch noch rechtliche Anforderungen. Denn Unternehmen müssen auch neue Regularien im Blick haben, wie etwa NIS2, Cyber Resilience Act (CRA) oder DORA. Darin sind teilweise Sicherheitsstrategien und der Umgang mit Backups vorgeschrieben und müssen umgesetzt werden“, so Erik Heyland, Head of Testing Labs bei AV-TEST.
Den ersten Schutzwall bilden Sicherheitslösungen für Unternehmen, wie sie von AV-TEST regelmäßig für Windows- oder Mac-Systeme zertifiziert werden. Die Lösungen müssen die Zugänge streng kontrollieren, Daten verschlüsseln, Kommunikation absichern und mithilfe von KI Anomalien erkennen, die auf Angriffe hindeuten. Sie sollen verhindern, dass externe Angreifer ins Netzwerk eindringen – und zugleich bei der Verwaltung von Zugriffsrechten dafür sorgen, dass selbst autorisierte Nutzer nicht unbemerkt mehr dürfen, als sie sollten. Dabei gilt es auch noch die gefährlichste Form von Malware abzuwehren: Ransomware. Folglich braucht es Schutzlösungen, die gegen die immer weiter ansteigende Anzahl und das existenzbedrohende Ausmaß von Attacken auf Unternehmen standhalten. Geeignete Lösungen empfehlen sich durch ihre Leistungen in den regelmäßigen Advanced Threat Protection-Tests – kurz ATP-Tests. In diesen erweiterten Tests zeigen die Lösungen, wie gut sie Ransomware und Infostealer mit ihren neuesten Angriffstechniken abwehren und alle Daten zuverlässig schützen.
Viele Schutzschichten sichern ein Unternehmen
Die zweite Schutzschicht sind unveränderbare Backups. Was einmal dort gesichert wurde, lässt sich dank der Unveränderbarkeit der Daten weder bearbeiten noch löschen. Selbst wenn Angreifer Geschäftsunterlagen, Mails oder Dokumente manipulieren, bleibt im Hintergrund eine unangetastete Spur erhalten, mit der sich Daten wiederherstellen und Fälschungen entlarven lassen.
Der Nutzen zeigt sich in vielen Alltagssituationen: Wenn Ransomware Daten verschlüsselt, ermöglichen unveränderbare Backups die Rückkehr zu einer sauberen Kopie, ohne auf Erpresser und ihre Forderungen eingehen zu müssen. Immerhin zeigen Analysen und Statistiken, dass bei 95 % der Ransomware-Angriffe versucht wird die Backups zu kompromittieren.
Dazu kommt, dass beim Versuch eines Insiders Spuren zu verwischen oder Dateien zu löschen, die gesicherte Version unangetastet bleibt – und seine Manipulation sichtbar wird. Auch versehentliche Fehler, Softwarebugs oder defekte Hardware verlieren ihren Schrecken, weil eine zeitgenaue, unbeschädigte Kopie bereitsteht. In manchen Branchen sind solche unveränderbaren Sicherungen längst Pflicht, um Compliance- und Datenschutzanforderungen zu erfüllen und die Integrität von Informationen nachzuweisen.
Dass die Bedrohungslage real ist, belegt auch der neue CTI-Report für 2025/2026: Von den erfassten 1.119 Ransomware-Angriffen in 23 europäischen Staaten und Israel fanden allein 226 in Deutschland statt – das ist der Spitzenwert, gefolgt von UK und Frankreich. Die von AV-TEST gelisteten Cybervorfälle stammen aus der breit angelegten Überwachung öffentlicher Internetquellen und Dark Web Monitoring.
3 neue Malware-Exemplare pro Sekunde
Wer klassische Sicherheitsmaßnahmen mit unveränderbaren Backups kombiniert, baut eine Verteidigungslinie, die nicht nur große, bekannte Cyberbedrohungen abwehrt, sondern auch die leisen, unterschätzten Angriffe auf die Glaubwürdigkeit von Daten. So wird aus einem einfachen Backup-Konzept eine echte Strategie für Resilienz – und damit sind Unternehmen deutlich besser auf das vorbereitet, was sie sich heute zum Teil kaum vorstellen möchten oder wollen. Wie massiv die Bedrohungen durch Cyberangriffe sind, zeigt auch ein schneller Blick auf AV-ATLAS; die institutseigene Datenbank registriert Schädlinge und Bedrohungen und wird in Echtzeit aktualisiert. Sie belegt, dass etwa jede Sekunde mehr als 3 neue Malware-Exemplare produziert und veröffentlicht werden.
