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Welche Security-Suite für Windows schützt dauerhaft gut?

Das Labor von AV-TEST hat 18 Internet-Security-Suiten 6 Monate lang auf ihre Schutzwirkung, Systembelastung und Benutzbarkeit getestet. Der Test zeigt: mehr als zwei Drittel der Schutzpakete sind empfehlenswert, aber die beste Leistung kostet etwas Geld. Das sind die sichersten Pakete.

18 Schutzpakete für Windows im Dauertest von Januar bis Juni 2017.

Security-Suiten im Dauertest: Gleich 5 Pakete teilen sich die Spitze der Tabelle mit 17,5 bis 18 Punkte.

Die Erkennungsraten im Dauertest: Den Paketen von Bitdefender, F-Secure, Kaspersky und Symantec schlüpfte im Test kein Angreifer durchs Netz.

Kaspersky Internet Security: 6 Monate Testzeitraum, viele einzelne Tests und 18 Punkte – besser kann es nicht werden.

Norton Security: Symantecs Schutzpaket liegt nur zwei Zehntel von der Bestmarke entfernt: sehr gute 17,8 von 18 Punkten.

Trend Micro Internet Security: Das Schutzpaket liegt mit der Lösung von Symantec gleich auf und nur einen Hauch hinter der Testbestmarke.

Welches Security-Paket schützt denn nun dauerhaft am besten? Diese Frage beantwortet die aktuelle Tabelle mit 18 Internet-Security-Suiten im Dauertest. Das Labor von AV-TEST hat 6 Monate lang von Januar bis Juni 2017 die Schutz-Suiten auf ihre Schutzwirkung, die Systembelastung und Benutzbarkeit geprüft. Im Test konnten die Pakete in jeder Testkategorie 6 Punkte sammeln, also 18 maximal. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mehr als zwei Drittel der Systemwächter schützen richtig gut. Ihre Ergebnisse liegen zwischen 16 und 18 Punkten!

Starke Gesamtleistung der Pakete

Die 13 Pakete im Test mit mehr als 16 Punkten schützen gut, belasten wenig das System und fallen nicht durch Fehlalarme auf. Am besten mit der maximalen Punktzahl von 18 erledigte das die Internet-Security-Suite von Kaspersky Lab. Mit 17,8 Punkten folgen ganz dicht die Produkte von Symantec und Trend Micro. Danach kommen Bitdefender mit 17,7 und Avira mit 17,5 Punkten. Ein sehr enges Gedränge um die besten Plätze.

Im zuverlässigen Mittelfeld mit 16,8 bis 16,1 Punkten reihen sich die Pakete von F-Secure, AVG, Avast, BullGuard, G Data, Microworld und McAfee ein. Mit unter 16 Punkten stehen die Lösungen von ThreatTrack, ESET und Microsoft in der Tabelle. Das Paket von Comodo kommt durchschnittlich nur auf 13,6 von 18 möglichen Punkten.

Schutzwirkung im Fokus

Der wichtigste Testbereich ist natürlich die Schutzfunktion der Security-Suiten. Von Januar bis Juni mussten alle Produkte jeden Monat ihre Schutzleistung in zwei Erkennungstests beweisen. In den sechs Real-World-Tests kamen 570 neue noch unbekannt Schädlinge zum Einsatz. In den sechs Referenztests musste jedes Paket fast 34.000 bekannte Schädlinge erkennen und beseitigen. Absolut fehlerfrei schafften das die Lösungen von Bitdefender, F-Secure, Kaspersky Lab und Symantec. Mit kleinen Fehlerkennungen folgen dann die Pakete von Trend Micro und Avast. Letzteres ist somit die beste kostenlose Schutz-Software im Dauertest.

Nun stellt sich die Frage, ob die Security-Pakete für ihre Schutzleistung auch sehr viele Systemressourcen benötigen und somit die PC-Leistung belasten. Das klärte der zweite Testabschnitt Geschwindigkeit.

Kostet ein guter Schutz viel Leistung?

Die meisten Produkte, die in der Erkennung 6 Punkte bekommen haben, erarbeiteten sich im Labor in Sachen Geschwindigkeitswerte sogar weitere 6 Punkte: Bitdefender, Kaspersky Lab, Symantec und Trend Micro. Sie zeigen, dass selbst bester Schutz den PC nicht belasten muss.

F-Secure benötigt für seine sehr gute Schutzleistung etwas mehr PC-Leistung und erreicht noch 5,5 von 6 Punkten. Das beste kostenlose Schutzprogramm von Avast benötigt im Vergleich für seinen sehr guten Schutz relativ viel System-Leistung. Dafür gibt es nur noch 4,7 von 6 Punkten. Das ist im Verhältnis zur Schutzleistung nur das untere Drittel im Dauertest. Dort finden sich auch G Data, ESET und insbesondere die Comodo-Software. Sie bremste die Test-PCs merklich und bekam dafür nur noch 3,2 Punkte.

Oft unbeachtet: die Benutzbarkeit

Manch eine Schutzlösung gibt ständig Alarm, erkennt plötzlich normale Programme als Angreifer oder lässt den Zugriff auf bestimmte Webseiten nicht mehr zu. Alle diese Punkte packt das Labor in seinen Test auf Benutzbarkeit. Denn: wenn eine Schutzlösung nur nervt, kann der Nutzer schnell das Vertrauen verlieren.

Daher prüft das Labor diesen Bereich recht aufwendig. Es besuchte mit allen Lösungen im Dauertest 1.500 normale Webseiten und begleitete Hunderte von Programminstallationen. Zum Test der Freund-Feind-Erkennung mussten alle Security-Suiten innerhalb der 6 Monate fast 4 Millionen normale Dateien scannen und auch als Freund erkennen.

Das Ergebnis ist wirklich gut. Während sich alle Schutztools bei den besuchten Webseiten nie irrten, gab es nur bei der Freund-Feind-Erkennung mehrfach kleine Fehler. Daher bekamen 16 der 18 Systembeschützer 5,5 bis 6 Punkte. Die schlechtesten Werte lagen gerade mal bei 5,2 bzw. 5,3 Punkten.

Auf die Dauer hilft nur guter Schutz

Der Dauertest macht die Wahl des besten Schutzpakets gar nicht so einfach, denn es gibt eine reichhaltige Auswahl auf die Verlass ist. Geht man nach der Gesamtpunktzahl, dann empfehlen sich die Schutzlösungen von Kaspersky Lab, Symantec, Trend Micro, Bitdefender und Avira. Sie haben zwischen 17,5 und 18 maximalen Punkten.

Die gleich darauf folgenden Produkte von F-Secure, AVG, AhnLab und Avast brauchen sich aber nicht zu verstecken mit ihren 16,5 bis 16,8 Punkten. Vor allem F-Secure und Avast haben in der Schutzwirkung im Dauertest jeweils volle 6 Punkte erreicht.

Das beste kostenlose Paket kommt von Avast. Allerdings benötigt es deutlich mehr Systemressourcen als andere Kaufprodukte. Die interne Schutzlösung von Windows, der Defender, liegt mit 15,5 Punkten etwas abgeschlagen am Ende der Tabelle. Das Tool kann sich nur damit brüsten, dass es immerhin besser ist als das Paket von Comodo.

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