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16 Security-Apps für Android im Dauertest

Laut Statistiken gibt es weltweit über 2,5 Milliarden Android-Geräte. Die gilt es gegen mehr als 20 Millionen Schädlinge zu schützen. Welche Android-Apps das am besten können, hat das Labor in einem Dauertest von Januar bis Juni 2017 geprüft und kann diverse Apps empfehlen.

16 Android-Security-Apps im Dauertest: das sind die Besten.

Android-Malware: Der Zuwachs an neuer Malware für Android wird immer rasanter.

16 Apps im Dauertest: 7 der 16 Apps erreichten im Langzeittest das Maximum von 13 Punkten.

Erkennungsraten: Die Schutz-Apps von Bitdefender, Sophos und Symantec wehrten im Test ausnahmslos alle Schädlinge ab.

Bitdefender Mobile Security: Die App zeigte im Langzeittest eine sehr gute Leistung.

Symantec Norton Security: Die Schutz-App erreichte nur Bestwerte im Dauertest und bringt sogar einen App-Berater mit.

Sophos Mobile Security: Die App von Sophos schützt bestens und kostet keinerlei Gebühren.

Die Menge an weltweit arbeitenden Android-Geräten ist schon beeindruckend: 2,5 Milliarden Geräte ist der statistisch erfasste Stand im März 2017. Genauso beängstigend ist auch der aktuelle Stand an registrierten Schädlingen in der AV-TEST Datenbank: über 20 Millionen. Allein der Zuwachs von Juli 2016 zu Juni 2017 liegt bei 7 Millionen Schädlingen. Wer jetzt eine Android-Schutz-App immer noch für unnötig hält, der ist nach vielen Expertenmeinungen selbst schuld.

16 Apps, 23.000 Schädlinge, dutzende Tests

Um herauszufinden, welche Android-Apps am besten schützen, hat das Labor 16 Kandidaten in vielen einzelnen Tests von Januar bis Juni 2017 geprüft. Dabei wurde über alle Monate hinweg die Schutzwirkung immer in zwei Testschritten untersucht: dem Real-Time-Test mit brandneuen Schädlingen und dem Referenz-Test mit maximal 4 Wochen alter Android-Malware. Insgesamt gab es bei den Tests über 23.000 Schädlinge zu erkennen – für jede App!

Weiterhin hat das Labor die Benutzbarkeit jeder App geprüft. Dabei geht darum, ob etwa eine App einen negativen Einfluss auf die Leistung des Android-Gerätes hat. Dies zeigt sich zum Beispiel durch viel benötigte CPU-Leistung und dadurch sinkende Akkulaufzeit. Ebenso wird geprüft, ob gute Apps fälschlich als Angreifer erkannt werden. Zur Prüfung mussten alle Security-Apps knapp 12.000 normale Anwendungen als ungefährlich erkennen.

Im letzten Schritt wurden noch die Features begutachtet. Dazu zählen neben den Anti-Diebstahl-Funktionen auch Extras, wie etwa ein Anrufblocker, gesichertes Surfen oder Kinderschutzfunktionen.

7 Android-Apps mit Bestleistung

In den ersten beiden Testabschnitten vergab das Labor jeweils bis zu 6 Punkte. Für die nicht sicherheitsrelevanten Extras gab es höchstens einen Zusatzpunkt. Die magische Zahl am Ende sollte nach Möglichkeit 13 Punkte lauten. Das schafften gleich 7 Apps. Sie kommen von AhnLab, Antiy, Bitdefender, Kaspersky Lab, Sophos, Symantec und Tencent. Drei der Apps lassen sich sogar völlig kostenfrei nutzen.

Aber auch das Mittelfeld liegt mit 12,8 bis 12,2 Punkten ganz knapp hinter der Spitze: McAfee, ESET, G Data, ONE App, Trend Micro, Avast und Ikarus.

3 Android-Apps, die alles erkennen

Im Test auf die Schutzwirkung der Apps konnten sich 3 Apps besonders hervortun. Sie erkannten im Real-Time-Test sowie im Referenz-Test alle Schädlinge zu 100 Prozent. Und das über den gesamten Testzeitraum hinweg. Die Apps kommen von Bitdefender, Sophos und Symantec. Die Benutzung der Sophos-App ist sogar kostenlos.

Ganz knapp dahinter folgen mit teilweise 99,9 oder 99,8 Prozent im Real-Time-Test oder im Referenz-Test die Apps von AhnLab, Antiy, Kaspersky Lab, McAfee, Tencent und Trend Micro.

Helfer oder Störer?

Ganz wichtig ist das Verhalten einer Schutz-App, wenn sie aktiv ist. Braucht sie ständig CPU-Kraft, dann ist der Akku schnell leer und das Gerät wird langsam. Zieht die App im Hintergrund viele Daten, dann geht das nicht nur auf den Akku, sondern auch auf die Datenrate. Fast alle diese Punkte absolvierten die 16 Apps im Dauertest mit Bravur. Lediglich in einem Teiltest fielen die Apps von Avast und Trend Micro durch zu viel Akkuverbrauch auf. In der nächsten App-Version waren die Fehler aber wieder behoben.

Damit war der Testbereich Benutzbarkeit noch nicht abgeschlossen. Alle Systembeschützer mussten noch knapp 12.000 Apps aus dem Google-App-Store und anderen Quellen als ganz normale Anwendungen erkennen. Auch hier zeigten fast alle Testkandidaten eine einwandfreie Qualität. Lediglich die Schutzprogramme von Alibaba und Avast erkannten einzelne Apps falsch und stuften sie daher als Bedrohung ein.

Teils dicke Feature-Pakete

Für die Features vergibt das Labor in den Tests immer maximal einen Punkt, da diese meistens nicht sicherheitsrelevant sind. Allerdings gibt es ein paar Funktionen, die in der App nicht fehlen sollten, wie etwa die Anti-Diebstahl-Funktionen. In den Apps von Antiy, NSHC, ONE App und Tencent sind sie leider nicht zu finden. Ebenfalls gern gesehen ist eine Safe-Browsing-Funktion. Die gibt es in allen Apps, außer von NSHC und ONE App.

Wer besonderes Extras sucht, wie etwa eine Kinderschutzfunktion, der wird nur bei Sophos und Trend Micro fündig. Eine Backup-Funktion haben nur McAfee, Symantec und Tencent im Gepäck.

Viele der Apps haben ganz gemischt noch weitere Tools dabei, wie einen App-Berater, einen Netzwerkmonitor oder etwa ein App-Lock-Tool. Bei einigen Premium-Apps sind weitere Extras nur mit einer kostenpflichtigen Lizenz nutzbar.

Super Schutz-Apps – zum Teil sogar kostenfrei

Das Resultat des Dauertests zeigt, wie gut die meisten Security-Apps für Android arbeiten. Gleich 7 der geprüften 16 Apps haben das Maximum an Punkten über alle Einzeltests hinweg erreicht: 13 Punkte. Es sind die Apps von AhnLab, Antiy, Bitdefender, Kaspersky Lab, Sophos, Symantec und Tencent.

Schaut man sich nun noch die Tabelle mit den Erkennungsraten an, dann finden sich aus der zuvor genannten Gruppe die Apps von Bitdefender, Sophos und Symantec mit einer 100-prozentigen Schädlingserkennung im gesamten Test.

Während die Apps von Bitdefender und Symantec für Premium-Funktionen eine Lizenzgebühr verlangen, ist die Nutzung der ebenfalls umfangreichen Sophos-App kostenlos.

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